header

Kinderbetreuungskosten sind Sonderausgaben

Zuordnung der Aufwendungen

Kinderbetreuung ist zeitaufwändig und kostenintensiv. Zu den Aufgaben des Staates gehört es, für eine Förderung der Kinderbetreuung von Eltern zu sorgen.
Auch eine Regelung für nicht verheiratete Eltern, welcher Elternteil die Sonderausgaben Kinderbetreuung steuerlich in Abzug bringen darf, ist notwendig.

Die steuerliche Regelung zur Kinderbetreuung hat keine Auswirkung auf den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld. Bei verheirateten Eltern, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, ist es nicht relevant welcher Elternteil die Aufwendungen geleistet hat.

Bei nicht verheirateten, dauernd getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern ist nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs derjenige Elternteil zum Abzug berechtigt, der die Aufwendungen getragen hat und zu dessen Haushalt das Kind gehört. Trifft dies auf beide Elternteile zu, kann jeder seine Kosten grundsätzlich nur bis zur Höhe des hälftigen Abzugshöchstbetrags geltend machen. Auf Antrag ist eine einvernehmliche andere Aufteilung möglich.

Zu beachten: Wenn von den zusammenlebenden, nicht miteinander verheirateten Eltern nur ein Elternteil den Kinderbetreuungsbetrag (z.B. Kindertagesstätte) abschließt und das Entgelt von seinem Konto zahlt, kann dieses weder vollständig noch anteilig dem anderen Elternteil zugerechnet werden (BMF-Schreiben vom 14.3.2012, Az IV C 4 – D 2221/07/0012:012; BFH-Urteil vom 25.11.2010, Az. III R 79/09).

©2014 Pfeiffer Link & Partner | Friedensplatz 2-4 | 64283 Darmstadt